Babyboomer

Happy Life

Als "Babyboomer" und Kind einer Polizistenfamilie wurde ich 1959 in Offenbach am Main geboren und wuchs im sozialen Brennpunkt Lauterborn auf. Diese Umgebung lehrte mich früh, was es bedeutet, sich durchzusetzen und Herausforderungen zu meistern. Trotz der einfachen Verhältnisse hatte ich das Glück, fördernde Eltern, gute Freunde und auch fordernde Rivalen an meiner Seite zu haben.

Rückblickend auf meine Jugend empfinde ich eine große Dankbarkeit. Ich konnte eine unbeschwerte Kindheit genießen und erinnere mich gerne an die Zeit zurück, in der ich als "Lausbub" heranwuchs. Es war eine aufregende und prägende Phase meines Lebens, die mich in vielerlei Hinsicht formte und die ich als besonders positiv in Erinnerung behalte. Diese Erfahrungen haben mir nicht nur wichtige Lebenslektionen vermittelt, sondern auch Freude und Erinnerungen, die mich bis heute begleiten.

Babyboomer

growing up

Der Lehrplan in der Schule war für mich oft langweilig und leicht zu bewältigen, während die wirklichen Abenteuer außerhalb der Klassenräume stattfanden. Das Frisieren von Mofas, das Träumen vom Ford Capri und das Spielen von „Eishockey“ mit selbstgebauten Holzschlägern zwischen den Sandkästen waren für mich viel spannender. Im Jugendzentrum verbrachte ich viele Stunden damit, „schwofend“ herumzuhängen, und auf dem Fußballplatz konnte ich meine Leidenschaft für den Sport ausleben.

Hier erlebte ich konstant neue Herausforderungen und erfreute mich an den ersten Erfolgen und der Anerkennung durch meine Freunde. Diese Erlebnisse waren prägend und weckten in mir den Traum, Profisportler zu werden. Besonders der Sport gab mir ein Gefühl von Gemeinschaft und Begeisterung, das mich durch meine Jugend begleitete und entscheidend zu meiner Entwicklung beitrug. Alles in allem waren diese Erfahrungen um ein Vielfaches interessanter als die Schule und prägten mein Selbstverständnis und meine Ziele für die Zukunft.

Die Mahnung meiner fürsorglichen Eltern, erst einmal etwas "vernünftiges" zu lernen, nahm ich an. So erlernte ich den schönen Beruf des "Möbeltischler" und bin heute noch stolz auf mein "Gesellenstück". Eine eigene Tischlerei hätte ich mir gut vorstellen können, doch das Leben hatte anderes mit mir vor.

Sportslife

Handball Bundesliga

Mein ursprünglicher Traum war es, Profi-Fußballer zu werden. Als die Offenbacher Fußballlegende Hermann Nuber mich in seine Kickers-Jugend aufnehmen wollte, war ich überglücklich. Doch hier musste ich zum ersten Mal erkennen, wie entscheidend kleine Entscheidungen im Leben sein können. Das damalige Verbot meiner Eltern, diesen Schritt zu wagen, hat mich bis heute beschäftigt.

Zwei Jahre später folgte ich dem Ruf des Handball-Urgesteins Peter Fenn, der mein Talent im Handball entdeckte und mich zur SG Dietzenbach brachte. Diese Entscheidung führte zu zehn Jahren als Leistungssportler, die mich nachhaltig prägten. Jeder Sportler weiß, wie befriedigend es ist, sich bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus zu pushen, nur um schließlich für die harte Arbeit belohnt zu werden.

Diese Erfahrungen lehrten mich eine wichtige Lektion: „It seems to be impossible, until it’s done.“ Diese Erkenntnis motiviert mich noch heute, Herausforderungen mit Entschlossenheit und Ehrgeiz anzugehen. Der Leistungssport hat nicht nur meine körperlichen Fähigkeiten gefordert, sondern auch meinen Charakter und meine Werte geformt.

private

my Love

Den Abend des 5. Dezember 1985 werde ich nie vergessen. Als ich eine meiner Lieblingskneipen in Bad Homburg besuchte, traf ich auf eine blonde Frau, die mich sofort faszinierte. Ihr Charme ließ meine Knie weich werden und mein Herz einen warmen, glücklichen Puls schlagen. Es war einfach der wunderbarste Tag meines Lebens.

In einem Moment der Euphorie, als es am schönsten war, entschied ich mich jedoch, meinen Mantel anzuziehen und zu gehen. In diesem Augenblick war mir schon klar: Sie oder niemand sonst. Einige Tage später stellte sich heraus, dass sie genau das Gleiche dachte. Dieser unerwartete gegenseitige Eindruck hat mir gezeigt, wie schön und überraschend das Leben sein kann, und es war der Beginn einer besonderen Dimension, die nur sehr wenige Menschen erleben dürfen und die mich tief berührt.

Business

Sales & Management

Zusammen mit den Gründern der SECAL GmbH, Bernd Scherer und Norbert Schaaf, baute ich als verantwortlicher Manager das Vertriebsteam auf und war aktiv an der „Verkaufsfront“ beteiligt. SECAL spezialisierte sich auf die Produktion von Alarmanlagen für Unternehmen und Privathäuser.

In diesem Kontext entwickelte ich ein System mit dem Namen "Sicherheitsanalyse", das nicht nur innerhalb von SECAL, sondern auch darüber hinaus weit verbreitet wurde und heute in zahlreichen Unternehmen Anwendung findet. Dieses System wurde vom gesamten Vertriebsnetz erfolgreich eingesetzt und trug maßgeblich zur Effizienz unserer Sicherheitslösungen bei.

Unter meiner Führung erweiterte sich das Produktportfolio der SECAL GmbH kontinuierlich. Das Unternehmen etablierte sich als Komplettanbieter für Sicherheitstechnik und erhielt schließlich die VDS-Anerkennung. Diese Entwicklungen zeigen die Fortschritte und Erfolge, die wir gemeinsam im Bereich der Sicherheitstechnik erzielt haben.

Business

Product - management

Voller Dankbarkeit blicke ich auf meinen Mentor Uwe Christiansen zurück, der mich zum Konzern Bally Wulff holte. Von ihm erlernte ich Management-Tools, die ihrer Zeit voraus waren. Unter seiner Leitung übernahm ich die Verantwortung für den gesamten Bereich der Sicherheitstechnik im Konzern, wo ich maßgeblich an der Entwicklung eines "Geldwechsel-Tresors" beteiligt war. Dieses Produkt fand in unzähligen Spielhallen Anwendung und entwickelte sich zu einem der lukrativsten im Portfolio. Es markierte den Startschuss für ein Millionen-EBIT-Projekt, das ich aktiv mitgestalten durfte.

Als ich Uwe Christiansen Ende 1992 mitteilte, dass ich künftig mit meiner Frau zusammenarbeiten möchte, fiel mir der Abschied besonders schwer. Er bot mir an, mich als seinen Nachfolger vorzuschlagen, was mir viel bedeutete. Dennoch entschied ich mich, meinem Bauchgefühl und meinem Herzen zu folgen und nicht nur von Vernunft und Verstand leiten zu lassen. Rückblickend bin ich froh über diese Entscheidung, die sich als richtig herausgestellt hat.

Business

SULU

Im Jahr 1993 wurde die Marke SULU lanciert, die den „Clochard-Style“ in der Mode populär machte. Die Designs von Kerstin Bernecker erfreuten sich von Anfang an großer Beliebtheit, was deutlich machte, dass ein struktureller Aufbau notwendig war, um die Marke erfolgreich wachsen zu lassen. Gleichzeitig begann ich als Geschäftsführer im gemeinsamen Unternehmen mit Sabine Ruppert, die noch heute eng mit Kerstin zusammenarbeitet.

Mein „Anfangsgehalt“ von 1.500 DM brutto war nur ein Bruchteil meines vorhergehenden Honorars, doch die folgenden 20 Jahre waren geprägt von wunderbaren und sehr erfolgreichen Erfahrungen. Die Zeit bei SULU inspirierte und prägte meine Ideen sowie Kenntnisse in der Modebranche nachhaltig.

Hier einige Fakten zur Marke SULU:
- Eigenes Design
- Kurzfristige Verfügbarkeiten
- Klassische passive Lohnveredelung
- Eigene Strickmaschinen
- Eigene Musterstrickerei
- Eigenes Musteratelier
- Eigene Produktion in Litauen
- 6 eigene Showrooms in Deutschland und der Schweiz
- 40 Mitarbeiter

Diese Aspekte spiegeln die umfangreiche Entwicklung und das Engagement wider, die zur Etablierung von SULU in der Modebranche führten.

Im Jahr 2012, maßgeblich beeinflusst durch die Fusion der Dresdner Bank und der Commerzbank, fiel der Entschluss, das Projekt "SULU" zu beenden. Neue Herausforderungen warteten bereits auf mich, und ich war bereit, diese mit Elan anzugehen.

Business

FUNKY STAFF

Die Geschichte von FUNKY STAFF begann als reine Cash & Carry T-Shirt Marke. Durch einen Geschäftspartner entdeckte ich Italien als Produktionsstandort für „Fast Fashion“, was aufgrund der hervorragenden Produktionsmöglichkeiten vielversprechend war. Meine langjährigen Kontakte zu italienischen Marktteilnehmern eröffneten den Zugang zu bedeutenden Produktionsbetrieben in etablierten Regionen.

Anstatt in typischen „chinesischen“ Hallen Ware zu kaufen und diese mit eigenen Labels zu versehen, entschloss sich FUNKY STAFF, eigene Kollektionen zu entwickeln und in der bestmöglichen „Fast Fashion“-Qualität in Italien produzieren zu lassen. Diese strategische Entscheidung führte schnell zu einer steigenden Nachfrage und eröffnete neue Marktchancen.

Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, entwickelte ich ein innovatives "Short-Term-Order" System, das zum zentralen Bestandteil von FUNKY STAFF wurde und häufig vom Wettbewerb kopiert wurde. Mit diesem System trugen wir wesentlich dazu bei, zweistellige Millionenumsätze zu erreichen. Bis zur Corona-Pandemie entwickelte sich die Marke zu einer eindrucksvollen Erfolgsgeschichte, und der Weg in die nächste Evolutionsstufe der Marke war geebnet.

Mit dem Ausbruch von Corona wurde FUNKY STAFF jedoch erheblich beeinträchtigt. Der Umgang mit dieser herausfordernden Phase brachte signifikante finanzielle Verluste mit sich und erforderte eine umfassende Neubewertung der geschäftlichen und menschlichen Beziehungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Erfahrungen aus dieser Zeit, obwohl schmerzhaft, auch lehrreich waren. Sie stellten nicht nur die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens auf die Probe, sondern lieferten auch essentielle Einsichten in das Verhalten von Menschen in Krisensituationen. Diese Lektionen sind wertvoll und helfen uns, unsere Beratung nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in Krisensituationen effizient und zielführend wirken zu lassen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und zukunftsorientiert zu handeln.

Corona

wir machen AUF_merksam

Bekanntlich hatten die Deutsche Bundes- und Landesregierungen dem textilen Fachhandel die Schließung ihrer Läden für insgesamt 8 Monate auferlegt. Diese plötzliche Maßnahme führte zu einem dramatischen Rückgang der Kundenfrequenz und damit zu keinerlei Einnahmen, während die Läden voller Ware waren. Ich bekomme heute noch "Gänsehaut", wenn ich an die tränenreichen Telefonate mit betroffenen Fachhändlern zurückdenke. Tausende Existenzen waren bedroht, und es schien, als würde dies in den Regierungszentren wenig Beachtung finden.

Am 4. Januar 2021, während ich die Tagesschau verfolgte und ein Glas Rotwein in der Hand hielt, stellte ich erneut fest, dass das unsägliche Leid der Branche in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Gleichzeitig durften Supermärkte und Baumärkte fröhlich Bekleidung verkaufen, während deren Umsätze sprunghaft anstiegen. In diesem Moment hatte ich den Impuls, Günter Nowodworski zu kontaktieren und fragte ihn, ob er "mutig" sei. Gemeinsam starteten wir mit diesem Mut und unendlicher Energie eine Initiative, die es der gesamten Branche ermöglichte, nach vielen Jahren wieder zusammenzuhalten.

Mit unserer Aktion "Wir machen AUF_merksam" gelang es uns innerhalb weniger Wochen, die Herzen des Handels, der Menschen und der Medien zu gewinnen. Wie ein Lauffeuer breitete sich die Aktion durch die ganze Nation aus. Durch tatkräftige Hilfe, großartigen Einsatz und kreative Unterstützung der Betroffenen schafften wir es, Gemeinden und Städte für unser Anliegen zu sensibilisieren. Regionale Presse und Fernsehsender wurden aufmerksam, und schließlich erreichten wir sogar die Tagesschau, die HEUTE Nachrichten sowie die Sendung von Markus Lanz.

Das Hessische Ministerium, vertreten durch den damaligen Ministerpräsidenten und engen Merkel-Vertrauten Volker Bouffier, meldete sich bei mir, und wir erörterten mögliche Bedingungen für die Überbrückungshilfe III. Letztendlich konnten Hilfen in Millionenhöhe an den Fachhandel ausgeschüttet werden, wodurch viele tausende Existenzen im Facheinzelhandel gesichert werden konnten.

Business

Consulting

Im Jahr 2015 begann meine Tätigkeit als Berater. Angefangen mit kleineren, jedoch sehr erfolgreichen Beratungen, entdeckte ich, wie viel Freude mir diese Arbeit bereitet. Es erfüllt mich, zu sehen, wie ich mit meinem Team den Auftraggebern dabei helfen kann, ihre Wünsche zu erfüllen und ihre Ziele zu erreichen. Seitdem habe ich in zahlreichen, sehr unterschiedlichen Projekten mit vollem Einsatz und Erfolg mitgewirkt.

Heute bin ich nicht mehr in eigenen Unternehmen tätig, sondern arbeite als überzeugter FREE CONSULTANT in Kooperation mit international aufgestellten Consulting- und Sales-Gesellschaften. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es mir, meine Kenntnisse, Erfahrungen und meine Leidenschaft in verschiedenen Bereichen unserer geliebten Branche einzubringen und weiterhin einen positiven Einfluss auf die Entwicklung meiner Kunden zu nehmen.

Es ist eine spannende Zeit, in der ich meine Leidenschaft für die Beratung und Unterstützung von Unternehmen voll ausleben kann, und ich freue mich auf die Herausforderungen und Chancen, die vor mir liegen.

Die Vielfalt der Mandate ist groß und nur diejenigen, die ich aus Gründen der Diskretion nennen darf, sind im Bereich Projekte erwähnt.